Workforce Transformation
Vom Transformationsbeschluss zum buchbaren Lernpfad für jede betroffene Rolle.
Geben Sie Ihr Transformationsvorhaben ein. Wir analysieren Rollen und Kompetenzlücken und entwickeln Ihnen ein Programm für jede Funktion.
Elf von hundert fallen durch das Raster.
Die Umstellung ist beschlossen, die Anlagen sind bestellt, der Termin steht. Die Frage, wer im Werk danach was können muss, wird an dieser Stelle zum ersten Mal gestellt, und beantwortet wird sie in Tabellen.
Von 100 Beschäftigten bis 2030
- 29werden in ihrer heutigen Rolle weiterqualifiziert
- 19werden umqualifiziert und auf eine andere Rolle im Unternehmen gesetzt
- 11bräuchten Weiterbildung, hätten aber absehbar keinen Zugang dazu
- 41benötigen laut derselben Erhebung keine zusätzliche Weiterbildung
Diese elf sind der Grund, warum es QualiShift gibt. Ihr Bedarf ist nicht unbekannt, er ist nur nie einer Rolle, einem Programm und einem Termin zugeordnet worden.
Belege
39 %
der Kernkompetenzen verändern sich zwischen 2025 und 2030
1.347 €
je Mitarbeitendem gaben deutsche Unternehmen 2022 für Weiterbildung aus
93 %
der Unternehmen bieten Weiterbildung bereits an
Am Budget liegt es also nicht. Weiterbildung findet fast überall statt, sie ist nur nicht an das gekoppelt, was sich im Betrieb gerade ändert.
Warum die Zuordnung liegen bleibt
Alles Nötige ist da, es ist nur nicht verbunden. Rollen in einer Datei, Anbieter in einer zweiten, der Anlagenhochlauf in einer dritten.
Die Rollenliste liegt in Excel.
Gezogen aus dem Personalsystem, benannt nach Stellenbezeichnungen statt nach Tätigkeiten, und damit für die Frage nach Kompetenzen fast unbrauchbar.
Der Kurskatalog ist ein anderes Dokument.
Anbieterlisten, PDF-Programme, Angebote aus dem Postfach, jedes mit eigenen Begriffen und ohne gemeinsames Raster.
Dazwischen ordnet jemand von Hand zu.
Meist die Personalentwicklung, meist neben dem Tagesgeschäft, und meist so, dass ein halbes Jahr später niemand mehr begründen kann, warum diese Gruppe in dieses Seminar ging.
Und der Betriebsrat fragt nach Unterlagen.
Die es zu diesem Zeitpunkt noch nicht gibt, weil sie erst aus genau dieser Zuordnung entstehen würden.

Die Kette, an der alles hängt
Acht Schritte von heute nach morgen. Jeder Schritt hat ein Ergebnis, das man jemandem hinlegen kann, und keiner davon bleibt ein Zwischenstand in einem Kopf.
Transformation
Das Vorhaben, wie es beschlossen wurde: Anlass, Zeitraum, betroffene Standorte.
Werk Süd 2028, 36 Monate, Start Q1
Bereich
Welche Bereiche das Vorhaben berührt und in welcher Reihenfolge es dort ankommt.
Fertigung, Qualitätssicherung, Instandhaltung, Produktionsplanung
Heutige Rolle
Vergleichbare Tätigkeiten werden zu Rollenclustern gebündelt. Gruppiert wird nach dem, was Menschen tun, nicht nach der Stellenbezeichnung im Vertrag.
Endprüfung und Qualitätskontrolle, 64 Beschäftigte
Zielrolle
Das betriebliche Rollenprofil, das nach der Umstellung gebraucht wird, mit dem Kompetenzniveau, das die Anlage tatsächlich verlangt.
Techniker digitale Qualitätsprüfung
Kompetenzlücke
Der Abstand zwischen heutigem Tätigkeitsprofil und Zielrolle, Kompetenz für Kompetenz und nicht als Gesamtnote.
5 von 6 Kompetenzen müssen wachsen
Lernpfad
Mehrere Bausteine in einer Reihenfolge, die im Schichtbetrieb durchhaltbar ist, inklusive Praxisphase an der eigenen Linie.
4 Bausteine, 24 Wochen
Programm
Ein konkretes Angebot mit Termin, Ort, Format und Anbieter, kein Themenvorschlag.
Digitale Qualitätsprüfung und Bildverarbeitung, September
Kohorte
Beschäftigte mit gleichem Bedarf werden zu einer Gruppe, die gemeinsam startet. Erst dadurch wird ein Termin verhandelbar.
24 in der Kohorte bestätigt
Andere Werkzeuge liefern entweder die Analyse und hören vor der Umsetzung auf, oder sie liefern Lerninhalte ohne Anlass. QualiShift schließt die Naht dazwischen und endet bei einem Programm, das für eine ganze Gruppe buchbar ist.
Zwei Oberflächen, ein gemeinsamer Stand
Der Personalbereich plant auf der Ebene von Rollenclustern. Beschäftigte sehen ihre eigene Rolle und ihre eigenen Wege. Beide Seiten arbeiten mit derselben Kette, aber nicht mit denselben Rechten.
Company Workspace
Für Personalbereich, Personalentwicklung, Fachbereiche und Transformationsleitung.
Vorhaben erfassen. Anlass, Zeitraum, betroffene Standorte und Bereiche.
Rollencluster bilden. Tätigkeiten zusammenfassen statt Stellenbezeichnungen zählen.
Zielrollen definieren. Mit dem Kompetenzniveau, das die künftige Anlage verlangt.
Programme vergleichen. Nach Abdeckung, Termin, Format und Standort, mit sichtbaren Lücken.
Kohorten planen. Gleichartige Bedarfe bündeln, bis eine Gruppengröße zustande kommt.
Unterlagen erzeugen. Rollenübersicht, Qualifizierungsmatrix und Zeitplan als Export für Gremien.
Employee App
Beschäftigte sehen ihre heutige Rolle, die möglichen Wege und was dafür noch fehlt. Die Auswahl trifft die Person selbst, und sie sieht ausschließlich ihre eigene Ansicht.
Meine Rolle heute
Zerspanung und CNC-Fertigung
Mögliche Entwicklungswege
Techniker digitale Qualitätsprüfung
Passung 48
Produktionstechniker digitale Fertigung
Passung 44
Techniker Automatisierungstechnik
Passung 39
Das bringen Sie mit
Das fehlt noch
Praxisbeispiel Automobilumfeld
691.500
Beschäftigte im Kraftfahrzeugbau
219.500
davon bei den Zulieferern
Im strengsten Szenario stehen bis 2040 zudem bis zu 726.000 von rund 1,6 Millionen Arbeitsplätzen in der europäischen Produktion des Antriebsstrangs auf dem Spiel. Quelle: Fraunhofer IAO, Studie ELAB2040, Juli 2026. Das ist Europa, nicht Deutschland, und es ist der Antriebsstrang, nicht die Branche insgesamt.
In dieser Lage ist die Frage, wer nach der Umstellung welche Tätigkeit übernimmt, keine Frage der Personalentwicklung mehr, sondern eine Frage des Standorts. Deshalb sieht das Beispiel unten so aus, wie es aussieht.
Eine Strecke, ganz durchgerechnet
Von der Endprüfung zur digitalen Qualitätsprüfung
Statt drei kurzer Beispiele hier eines vollständig: ein Rollencluster, eine Zielrolle, die Kompetenzlücke und das Programm, das den größten Teil davon schließt.
Rollencluster heute
Endprüfung und Qualitätskontrolle
- Qualitätssicherung
- 64
- Kamerabasierte Prüfsysteme
Zielrolle
Techniker digitale Qualitätsprüfung
Betreut kamerabasierte Prüfstationen, bewertet Prüfergebnisse und pflegt Prüfprogramme.
Kompetenzlücke
Messtechnik
Industrielle Bildverarbeitung
Statistische Prozesslenkung
Produktionsdaten auswerten
Prüfprogramme und Prüfmittel
Prüf- und Prozessdokumentation
Passendes Programm
Digitale Qualitätsprüfung und Bildverarbeitung
Präsenz mit Praxisteil
4 Monate
September
Ingolstadt
Abdeckung der Lücke
87
Deckt ab
Bleibt offen
Was ein Programm nicht abdeckt, verschwindet nicht, sondern bleibt als offener Punkt am Lernpfad stehen und wird über einen zweiten Baustein oder eine begleitete Praxisphase an der eigenen Linie gedeckt.
Techniker digitale Qualitätsprüfung ist ein betriebliches Rollenprofil, das ein Unternehmen selbst definiert, und kein anerkannter Ausbildungsberuf. Das ist in der Praxis der Normalfall, und wir stellen es nicht anders dar.
Die Kompetenzbezeichnungen orientieren sich an ESCO, dem offenen Klassifikationsstandard der Europäischen Kommission, damit dieselbe Kompetenz bei zwei Anbietern denselben Namen trägt.

Mitbestimmung
Der Betriebsrat ist bei uns kein Modul, sondern der Grund für den Zuschnitt der Daten.
Wer in Deutschland Qualifizierung wegen einer Transformation plant, plant sie mit dem Betriebsrat. Das Betriebsverfassungsgesetz beschreibt genau diesen Fall, und zwar genauer, als die meisten Werkzeuge ihn abbilden.
- § 92 BetrVG
- Unterrichtung über die Personalplanung einschließlich der Maßnahmen der Berufsbildung, rechtzeitig, umfassend und anhand von Unterlagen.
- § 96 Abs. 1 BetrVG
- Auf Verlangen des Betriebsrats ermittelt der Arbeitgeber den Berufsbildungsbedarf und berät Fragen der Berufsbildung mit ihm.
- § 97 Abs. 2 BetrVG
- Führen Maßnahmen des Arbeitgebers dazu, dass sich die Tätigkeit der betroffenen Beschäftigten ändert und ihre beruflichen Kenntnisse zur Erfüllung ihrer Aufgaben nicht mehr ausreichen, hat der Betriebsrat bei der Einführung von Berufsbildungsmaßnahmen mitzubestimmen. Das ist wörtlich der Vorgang, den QualiShift abbildet.
- § 98 BetrVG
- Mitbestimmung bei der Durchführung betrieblicher Bildungsmaßnahmen, dazu ein Vorschlagsrecht des Betriebsrats für die Teilnehmer.
- § 94 BetrVG
- Beurteilungsgrundsätze bedürfen der Zustimmung des Betriebsrats. Ein Kompetenzprofil je Beschäftigtem fällt sehr wahrscheinlich darunter. Wir sagen das offen, statt es zu umgehen.
Was daraus für das Produkt folgt
Die Analyseebene im Company Workspace ist der Rollencluster, nicht der einzelne Mensch. Was eine Person kann und wohin sie will, steht in ihrer eigenen Ansicht in der Employee App und wird nicht zur Bewertungsgrundlage im Workspace.
Weil eine Software, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung bestimmt ist, unter § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG fällt, ist es einfacher und ehrlicher, sie gar nicht erst dafür zu bauen.
Die Unterlagen, die eine frühe Beteiligung braucht, entstehen als Nebenprodukt der Planung: Rollenübersicht, Qualifizierungsmatrix, Kohortenübersicht und Zeitplan. Nicht als Extraarbeit hinterher.
Nächster Schritt
Wenn das Vorhaben feststeht, fangen wir bei den Rollen an.
Der Transformation Scan liefert eine erste Rollen- und Kompetenzübersicht für die nächste Besprechung. Danach entscheiden Sie, ob es weitergeht.
